Gesellschaft der Circusfreunde e.V.

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Platznot von Circussen

Das Problem

Vor allem den größeren Circusunternehmen stehen in immer weniger Städten geeignete Plätze zur Verfügung. Städte und Gemeinden scheinen dieses Thema eher zu vernachlässigen. Für Circusse sind großflächige und gut erreichbare Gastspielplätze jedoch existenziell notwendig.

Ein Blick zurück

In früheren Jahrzehnten hatten die Circusunternehmen kein Problem, einen zentral gelegenen Platz zu finden. Im Gegenteil, die Städte hatten im Zentrum einen Platz für Circusgastspiele und den jährlichen Jahrmarkt reserviert. Angesichts einer stetig wachsenden Zahl von Kultur- und Unterhaltungsangeboten müssen sich Circusse in einem immer härteren Konkurrenzkampf behaupten.

Verlagerung in Randgebiete

Die sogenannten "Filetstücke", attraktive Grundstücke in den Stadtzentren, werden an potente Investoren veräußert. Die Einnahmen aus einer solchen Veräußerung sind für die Stadt natürlich um ein Vielfaches attraktiver als die Einnahmen aus den wenigen Circusgastspielen und Jahrmärkten, die im Laufe eines Jahres dort stattfinden. Gastspielplätze werden folglich kurzerhand an den Stadtrand oder gar in einen Vorort verlegt, der zu allem Übel meist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln schwer zu erreichen ist.

Ein Baum wächst im Zirkuszelt
Ein Baum muß ins Zirkuszelt eingebaut werden
(Circus Probst in Köln-Mühlheim)
Foto: C. Saul
Probleme für Mensch und Tier

Ein weiteres Problem ist die Größe der Circusplätze. Oftmals sind die noch zur Verfügung stehenden Flächen zu klein, um einen problemlosen Aufbau des Zeltes und der Wagen zu gewährleisten. Die Leidtragenden sind nicht nur die Mitarbeiter, deren Wohnwagen oft weit vom Zelt entfernt stehen. Bedingt durch die Platzgröße können nicht selten auch weniger Freigehege für die Tiere aufgestellt werden. Somit wird es den Circussen immer schwerer gemacht, die "Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben oder ähnlichen Einrichtungen" des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft zu erfüllen.

Die Forderung der GCD

Circus ist Kulturgut, das ohne staatliche Subventionen auskommt. In nur wenigen anderen Ländern ist die Circusszene so vielfältig wie in Deutschland. Städte und Kommunen sind in der Verantwortung, wenn es darum geht, diese traditionsreiche Form der Unterhaltungskunst zu bewahren. Die Forderungen der GCD ist deshalb klar: Verkehrsgünstig gelegene Plätze müssen erhalten werden. Sie dürfen nicht der Bebauung zum Opfer fallen. Auch Plätze im Innenstadtbereich müssen den Circusunternehmen zugute kommen. Die Plätze müssen groß genug sein, um artgerechte Tierhaltung zu ermöglichen.

Enge in Köln-Mühlheim
Gerade mal Platz für die Tierzelte
(Circus Probst in Köln-Mühlheim)
Foto: C. Saul

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