Gesellschaft der Circusfreunde e.V.

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Tiere im Circus - ein Thema im Blickpunkt

Die Haltung und Dressur von Tieren, insbesondere von Wildtieren, steht immer wieder im Blickpunkt öffentlicher Diskussionen. Mal fordern Demonstranten eine Abschaffung des klassischen Tiercircus, mal sind es einzelne Circus-Unternehmen, die mit ihrer Tierhaltung für Schlagzeilen sorgen, mal sprechen sich Politiker gegen die Haltung von Wildtieren im Circus aus. Die Gesellschaft der Circusfreunde e.V. will sich der Diskussion um das Thema nicht verschließen. Sie bekennt sich grundsätzlich zum Circus mit Tieren, auch Wildtieren.

Robbe sonnt sich vor dem Bassin
Foto: S. Rindfleisch
Ein Blick zurück

Artisten, Clowns und Tiere - das sind die drei Elemente, aus denen sich klassische Circusprogramme seit dem 18. Jahrhundert zusammensetzen. Lange Zeit stand die Präsentation von Tieren nicht zur Diskussion. Das hat sich geändert. In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist das Publikum in der Bewertung von Tierhaltung und Tierlehre deutlich sensibler und kritischer geworden. Auch in der Circusszene ist dieses Thema stärker ins Bewusstsein gerückt. Die Tierhaltung hat sich in vielen Circusunternehmen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Das freut uns.

Sachlichkeit statt Populismus

Wir registrieren aber auch, dass einzelne vordergründig kritische Zeitgeister das Thema hauptsächlich zur ideologischen oder politischen Selbstdarstellung benutzen, indem sie ein Ende der Tierhaltung im Circus fordern. Den Tieren, die in den Circusunternehmen leben, ist mit dieser ideologisierten Auseinandersetzung keineswegs gedient. Sachlichkeit ist nötig, nicht Populismus. Das Thema erfordert Sachkenntnis und Verantwortungsbewusstsein.

Elefanten mit Spielzeug
Foto: S. Rindfleisch
Bekenntnis zum Tiercircus

Die Gesellschaft der Circusfreunde e.V. bekennt sich grundsätzlich zur Tierhaltung im Circus. Voraussetzung hierfür ist natürlich eine vernünftige Haltung und die regelmäßige Beschäftigung der Tiere gemäß der immer wieder neuen Erkenntnisse über die Lebens- und Verhaltensweisen der Tiere. Grundlagen der vernünftigen Haltung sind in Deutschland zum einen die "Neufassung des Tierschutzgesetzes vom 25.05.1998" und zum anderen die "Leitlinien für die Haltung, Ausbildung und Nutzung von Tieren in Zirkusbetrieben und ähnlichen Einrichtungen" (PDF 352 kB) vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft.

Auf natürliches Verhalten aufbauen

Auch unter veterinärmedizinischen und tierpsychologischen Gesichtspunkten lässt sich die Haltung und Dressur von Tieren im Circus nicht pauschal kritisieren. Voraussetzung ist allerdings eine Dressur, die Bewegungsabläufe fördert, die das Tierverhalten auch in freier Wildbahn bestimmen. Der Tiger, der durch den Reifen springt (Beutesprung der Raubtiere), oder das Pferd, der auf der Hinterhand steigt (Rangkämpfe der Hengste), sind Beispiele für Dressurelemente, die auf natürlichen Verhaltensweisen aufbauen.

Tiere beschäftigen und fördern

Tiere in menschlicher Obhut müssen sich um Futter nicht mehr selbst kümmern. Sie zu beschäftigen, damit sie nicht in Monotonie verdummen, stellt vor allem Zoos vor Herausforderungen. Circusse hingegen nutzen mit der Dressur die Möglichkeit, Tiere Tag für Tag zu aktivieren und ihre Fähigkeiten zu fördern. Anders als bei der Tierhaltung zur Nahrungsmittelproduktion, werden Tiere bei einer artgerechten Dressur nicht zum Objekt degradiert, sondern zum Arbeitspartner gemacht. Das Ergebnis: Bei der Darbietung steht der Respekt vor dem Tier im Mittelpunkt, das Bewundernswerte, das Spezielle seiner Gestalt und seines Wesens wird für das Publikum sichtbar. Dies kann Kinder und Erwachsene zu mehr Achtung vor dem Mitgeschöpf Tier anregen.

Wildschweine
Foto: S. Rindfleisch
Circus als Zuhause

Circustiere sind meistens Tiere, deren Vorfahren bereits in menschlicher Obhut lebten. Sie haben folglich von Geburt an eine enge Beziehung zu Tierlehrern und Pflegern. Deshalb ist es problematisch, wenn nicht gar unmöglich, sie in andere Lebenszusammenhänge zu integrieren.

Das Kind nicht mit dem Bade ausschütten...

Unter den mehreren hundert deutschen Circussen gibt es Unternehmen, die ihre Tierhaltung verbessern könnten. Ein Wildtierverbot, oder gar ein Verbot aller Tiere im Circus, würde jedoch das Kind mit dem Bade ausschütten. Denn es würde die große Zahl jener Circusse treffen, die sich Tag für Tag dafür einsetzen, dass es ihren Tieren gut geht. Wer unter Berufung auf traurige Einzelfälle eine ganze Branche unter den Generalverdacht der Tierquälerei stellt, argumentiert unseriös.

Mehr Informationen finden Sie in unserem Positionspapier "Tiere gehören zum Circus", (PDF, 540 kB), sowie im Sonderheft "Tiere im Circus" der Circuszeitung.

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